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Vereinsgeschichte

Am 17.03.1951 fanden sich 38 flugbegeisterte Männer im Gasthof "Goldener Adler" zur Wiedergründung des Segelflug-Vereins Weißenburg ein. Sechs Jahre nach Kriegsende gaben die alliierten Besatzungsmächte die Sportfliegerei, zunächst im Bereich Segelfliegen, in Deutschland wieder frei. Die Gründungsversammlung wurde von Dr. Rudolf Hagen einberufen. Die Mitgliederversammlung wählte Dr. Rudolf Hagen zum 1. Vorsitzenden. Die Anfangszeit war äußerst beschwerlich, trotzdem wurde im ersten Vereinsjahr die Werkstatt fertiggestellt und mit dem Neubau von zwei Flugzeugen begonnen.

Grunau Baby II 

Auf den Nudelbrettern der Ehefrauen wurden zu Hause die ersten Spanten und Rippen für das Grunau Baby II eingelegt. Heute befindet es sich im Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe. Es war eine beschwerliche Anfangszeit. Im Jahr 1954 wurde Dr. Rudolf Hagen nach Bayreuth versetzt. Hier beginnt die lange Aera von Josef Mang. Er war unter Dr. Hagen schon drei Jahre Schatzmeister und somit bestens in die Vereinsgeschehnisse involviert. Die gesetzten Ziele wurden mit dem Grundsatz weiterverfolgt, den Segelflug in Weißenburg aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen. Unter Josef Mang mit seinen treuen Vereinsmitgliedern, August Trescher, Georg Graf, Karl Bunz, Otmar Eckert, Rudolf Hemmeter, Willy Häcker und vielen anderen, wurde der Verein stetig aufgebaut. Insbesondere die Erschließung des Exerzierplatzes, Bau und Erweiterung der Flugzeughalle, Selbstbau von 21 Flugzeugen und viele andere hervorzuhebende Leistungen spiegeln die Aufbauarbeit der 50-er bis 70-er Jahre. Mit dem stetig modernisierten Flugzeugpark wurden beachtliche Flugleistungen erzielt. Im Jahr 1997 trat Josef Mang aus Altersgründen vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück, sein Nachfolger wurde Günther Trescher.

Zur Jubiläumsversammlung 2001 wurde wiederum eine neue Vorstandschaft gewählt, die den SFV Weißenburg durch die nächsten Jahre führen soll. Der derzeitige 1. Vorsitzende ist Roland Mößner, der schon seit frühester Jugend mit dem Segelflug-Verein Weißenburg verbunden ist. Die Zeit zwischen 1951 und 2001 wurde durch die unermüdliche Arbeit aller Mitglieder dazu genutzt, den Segelflug-Verein Weißenburg zu dem zu machen, wie er sich heute in der Öffentlichkeit darstellt. Viele Aktivitäten und Veranstaltungen tragen dazu bei, dass der Verein in der Öffentlichkeit eine hervorragende Lobby besitzt. Wir Weißenburger Segelflieger waren die vergangenen 50 Jahre bestrebt, unserem Vereinsnamen alle Ehre zu machen und den Segelflug immer im Vordergrund zu halten. Natürlich ging die Motorisierung auch an uns nicht spurlos vorbei, wobei wir jedoch auch hier anmerken dürfen, dass die motorgetriebenen Flugzeuge zum Schleppen der Segelflugzeuge, hauptsächlich jedoch für Passagierflüge angeschafft wurden. Unser Fluggelände wurde permanent gepflegt, ausgebaut und erweitert und hat sich bestens in die umliegende Landschaft integriert.

Die hilfreiche Förderung der Weißenburger Industrie, der Stadt Weißenburg, der Gemeinde Oberhochstatt, des Landkreises und der Bevölkerung wollen wir hier noch einmal besonders dankbar und anerkennend erwähnen.

Von 1951, der Wiedergründung, bis heute wurden insgesamt:

weit über 100.000 Starts durchgeführt. 26 Flugzeuge wurden selbst gebaut. Insgesamt 85 Mitglieder haben bei uns in Weißenburg das Fliegen erlernt. Einige ehemalige Flugschüler sind heute Flugkapitäne bei verschiedenen Fluggesellschaften. Der SFV Weißenburg verfügt heute über zwei Motorsegler, eine Motormaschine und sieben Segelflugzeuge. Acht erfahrene Fluglehrer, zwei Werkstattleiter, ein Motorwart, ein Motorseglerwart, zwei Fallschirmpacker und ein Mitglied mit GFK-Berechtigung stehen zur Verfügung.